In Berlin-Schöneberg habe ich am 21.06.2019 eine eintägige Fortbildung für psychologische Gerichtsgutachter und forensische Gutachter gehalten. Das Thema war: „Methamphetamin und Familie: Risiken für die kindliche Entwicklung und das Kindeswohl“.
In unserer Tätigkeit als (Gerichts-) Gutachter gibt es ganz bestimmte Faktoren, auf die wir unbedingt achten müssen, um das Wohl betroffener Kinder zu sichern.
Der Schwerpunkt der Fortbildung lag daher auf folgenden Kernfragen:
- Wie kann in Familien mit elterlicher Drogenabhängigkeit von Methamphetamin („Crystal Meth“) das Kindeswohl gesichert werden?
- Wie ist die elterliche Erziehungsfähigkeit einzuschätzen? Wie kann sie verbessert werden?
- Wie ist vor dem Hintergrund dieser Aspekte die elterliche Behandlungsmotivation zu fördern?
Methampetaminabhängigkeit ist seit einigen Jahren in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, im südlichen Brandenburg und im östlichen Bayern ein zunehmendes Konsum- und Abhängigkeitsproblem, insbesondere von jungen Müttern und Vätern.
Ich habe mit meinem Team das Elternkompetenztraining SHIFT 1 entwickelt und bereits an etlichen Suchtberatungsstellen in Sachsen erproben können.
Durch die erfolgreiche Verbindung von Theorie, Praxis und meinen umfangreichen Erfahrungen im Suchtbereich, habe ich den psychologischen Gerichtsgutachtern umfassendes Wissen und Handwerkszeug mit auf den Weg geben können. Sie sollten nun in der Lage sein, in den entsprechenden Fällen optimierte Begutachtungen und Handlungsvorschläge vorlegen zu können.
1 „Suchthilfe und Familientraining“, erscheint in Kürze als Manual: Klein, M., Moesgen, D. & Dyba, J. im Verlag Hogrefe, Göttingen